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Die Rinderhalle St.Pauli war einmal die größte Markthalle Europas.
Das Gebäude wurde im zweiten Weltkrieg zerstört und 1951 wieder aufgebaut. Bei der Eröffnung 1951 war das Gebäude die größte freitragende Halle Europas. Das Gebäude weist viele konstruktive Besonderheiten auf. Die Dachkonstruktion besteht aus einer frei tragenden Stahlkonstruktion, die auf nur vier Stützen ruht, die die Halle überspannt. Anfang 1970 wurde ein Parkdeck eingebaut. Das Gebäude war zu Beginn der Projektentwicklung in einem sehr schlechten Zustand. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz.

Im Rahmen einer umfangreichen Projektentwicklung wurde das Gebäude zu einer innerstädtischen Markthalle umgebaut mit vielfältigen Nutzungen in allen Geschossen. Die rauhe Atmosphäre des Gebäudes wurde erhalten und in das gestalterische Gesamtkonzept integriert.
Die neue Rindermarkthalle St.Pauli wurde für die zukunftsweisende Qualität des Konzeptes mit dem Europäischen Innovationspreis des German Council of Shopping Centers als besonders vorbildliche innerstädtische Handelsimmobilie ausgezeichnet

Man besucht heute eine Markthalle mit allen Zufälligkeiten und Widersprüchen, die Teil des Konzeptes sind. Herzstück des Konzeptes ist die Markthalle als zentraler Baustein im Erdgeschoss. Auf ca. 20 festen Marktständen, mehreren Shop- und Gastronomiebereichen sowie einer freien Aktionsfläche finden sich auf ca. 3.500 m2 eine große Vielfalt an Frische, Feinkost und Gastronomie. Insgesamt wurden ca. 10.000 m2 Verkaufsfläche realisiert.
Das Nutzungsspektrum reicht von kleinen Marktständen über Großflächen wie Edeka, Aldi und Budnikowski, eine Vielzahl von Gastronomieeinrichtungen und Verkaufsständen bis zu einer Moschee, einer Sportschule, einem Kindergarten sowie Flächen für Stadtteilinitiativen.
In der Presse wurde das Konzept als „Rückkehr zum Einkaufsideal“ (die Welt) bewertet. Neben den Handelsnutzungen besteht ein Spektrum von vielen weiteren Nutzungen in den Obergeschossen. Das Nutzungsspektrum reicht von Büroflächen für Existenzgründer über stadtteilbezogenen Nutzungen wie zum Beispiel eine Kindertagesstätte, ein Sportstudio bis zu Räumen für ein Theater.

Das Gesamtkonzept und die gestalterische Konzeption wurden durch …lohmann architekten entwickelt und realisiert. Auch filialisierende Betreiber wie Aldi, Bio –Company, Budnikowski und Edeka mit üblicherweise einheitlich gestalteten Verkaufsflächen haben Ihre Einrichtungskonzepte an das Gestaltungskonzept individuell angepasst. So war es möglich eine einmalige Atmosphäre zu schaffen.

Der Vermieter SpriAg hat die Sanierung und Anpassung der Außenfassade nach den Entwürfen von …lohmann architekten durchgeführt. Die Dachkonstruktion und die Fassade wurden instandgesetzt.